Khaterehs's Kitchen (Pronounced "hat-er-ay").
Ich male, was ich erlebe. Im vorliegenden Fall war ich eines Tages mit dem Abwasch in der Küche meiner Freundin Khatereh beschäftigt. Sie ist Krebsforscherin und wohnte damals in der Nähe der Tottenham Court Road. Aus ihrem Fenster erblickte ich den London Telecom Tower (früher auch BT Tower und davor Post Office Tower genannt). Mir fiel dieses merkwürdige Nebeneinander von Tassen, Tellern und dem weltberühmten Turm ins Auge. Ich glaube, die wenigsten Leute bedenken, dass die Londoner Stadtmitte auch ein Wohnbezirk ist. Die weißen Fensterrahmen sind wie ein visuelles Wortspiel, sie sind Teile der grundierten Leinwand, die ich unbemalt ließ.
Charles Thomson kam 1953 im Londoner Vorort Romford zur Welt. Er ist der Gründer der Künstlergruppe "Stuckists" (Stuckisten), die sich 1999 mit 12 Künstlern formierte, um die "figurative Malerei mit Ideen" im Gegensatz zur konzeptuellen Kunst zu fördern. Die Stuckisten sind wegen ihrer jährlichen Demonstrationen am Rande des Turner-Preises bekannt, bei denen sie manchmal als Clowns verkleidet auftreten. Heute ist der Stuckismus bereits eine internationale Bewegung und umfasst 150 Gruppen in 36 Ländern. Thomson nimmt häufig an Mediendiskussionen teil. Er war Leiter der Stuckismus-Galerie mitten im Künstlerviertel von Shoreditch im Osten Londons.


